(Zuletzt aktualisiert: 22.01.2026)
Die EPR für Textilien ist ein zukunftsrelevantes Thema – für die gesamte Gesellschaft, aber zum größten Teil für die Produzenten. Diese sind inzwischen gesetzlich dazu verpflichtet, die EPR für Textilien und damit das Recycling von Textilien, die sie selbst hergestellt haben, zu übernehmen.
Gerade Fast-Fashion-Labels sind hier ein großes Problem, da die Kleidung nicht nur oftmals außerhalb der EU hergestellt wird und damit einen langen Anreiseweg hat. Auch die Qualität der Kleidung und der Standard der Färbemittel stellen ein Problem dar.
Mit der Einführung gesetzlicher Verpflichtungen in Form der EPR für Textilien zeichnet sich ab, dass diese Faktoren stärker in den Vordergrund gerückt werden sollen. Wir gehen für Sie auf einige der wichtigsten Punkte für das erfolgreiche und rechtskonforme Recycling für Textilien ein!
Textil-Recycling für Schnelleser
Der Trend in der Textilindustrie geht Richtung Fast-Fashion – Kleidung mit minderwertiger Qualität und kurzer Lebensdauer sind die Folge. Mit einer EPR für Textilien soll jetzt Abhilfe geschaffen werden!
Die erweiterte Herstellerverantwortung soll die Textilbranche dazu animieren, wieder hochwertige Kleidung zu produzieren und die Massenproduktion einzudämmen. Mit einer EPR für Textilien kommen jedoch auch neue gesetzliche Regelungen auf, die es zu überblicken gilt. Die Deutsche Recycling GmbH ist an dieser Stelle der richtige Ansprechpartner für Sie.
Was bedeutet die EPR für Textilien?
Mit der Obhutspflicht für Produkte – auch „Allgemeine Produktverantwortung“ genannt – nach § 23 Abs. 1 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) besteht ein Gesetz, das die Hersteller zur ressourceneffizienten Produktion mehrmals wiederverwendbarer Produkte verpflichtet. Jedoch verpflichtet dieses Gesetz die Hersteller nicht zum Recycling der Produkte. Hier kommt die EPR für Textilien, Matratzen, Verpackungen und viele weitere Produkte ins Spiel.
Unter einer EPR (Extended Producer Responsibility) ist zu verstehen, dass die Produzenten und Händler nicht mehr nur für die Produkte an sich verantwortlich sind – wie es bei der allgemeinen Produktverantwortung der Fall ist – sondern auch die Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus der Produkte tragen.
Im Fall der EPR für Textilien bedeutet dies, dass die Produzenten für einen nachhaltigen Umgang mit den von ihnen verkauften Textilien auch nach deren Produktlebenszyklus Sorge tragen müssen. Dies betrifft die Entsorgung, über das Recycling bis hin zu einer Rücknahmepflicht für die Textilien.
EPR für Textilien – der aktuelle Stand der Nachhaltigkeit
Die aktuelle Lage in der Textilbranche in Bezug auf die Nachhaltigkeit zeigt seit Jahrzehnten einen deutlichen Negativtrend. Zum einen ist dies auf die Herausbildung der Wegwerfgesellschaft und das individuelle Konsumverhalten jedes Verbrauchers zurückzuführen, zum anderen auf die Produktion von Textilien in minderer Qualität. Beide Aspekte beeinflussen sich gegenseitig.
Das Konsumverhalten in der Gesellschaft hat sich derart verändert, dass Textilien nicht mehr mit langfristigen Intentionen gekauft werden. Dies gilt aber nicht nur für Kleidung. Unter der EPR für Textilien werden auch weitere Produkte gelistet wie:
- Bettwäsche
- Decken
- Vorhänge
- Teppiche
- Schuhe
Durch eine verkürzte Nutzungsdauer und der damit einhergehenden verringerten Qualität in der Produktion haben die Hersteller auf der einen Seite die Produktionskosten gesenkt, auf der anderen Seite aber auch die Langlebigkeit der Textilien verkürzt. Mit einer EPR für Textilien – die vom Grundprinzip wie die EPR im Spielwarenbereich und die EPR in der Elektromobilität aufgebaut ist – soll dieses Verhalten nun gestoppt werden.

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Gilt die Textil-EPR auch für mein Unternehmen? Richtlinien im Überblick
In der EU gab es in den letzten Jahren einige Veränderungen, die auf mehr Nachhaltigkeit setzen. Mit dem Verpackungsgesetz, dem Batteriegesetz und auch der WEEE-Richtlinie sind hier bereits wichtige Schritte unternommen worden. Dazu kam 2025 die W, die neue Regelungen für das Handling von Kleidung und Schuhen mit sich brachte, die 2026 weiter ausgebaut werden.
Bestanden bisher lediglich staatliche Anreize, wie etwa die Förderung nachhaltig produzierter Textilien mit einer EPR für Textilien, gibt es nun konkrete Vorgaben, die eingehalten werden müssen. Dazu gehört nicht nur die Rücknahme- und Sortierpflicht, sondern auch die Kontrollpflicht von Online-Marktplätzen.
Die EU setzt somit auf eine klare und flächendeckende Vereinheitlichung der Prozesse für die Einhaltung der EPR für Textilien. Hier spielt dann ebenfalls die Infrastruktur der Datenerfassung eine essenzielle Rolle, die für die Nachverfolgbarkeit der hergestellten Textilien ein fester Bestandteil ist.
Für Unternehmen entstehen hier viele Fragen. Wer ist Hersteller im EPR-Sinne? Muss ich mich in jedem Land separat registrieren? Und wie sorge ich für mein Unternehmen für
Umwelt Compliance? Wir beraten Sie hier umfassend zur EPR für Textilien und einem rechtssicheren Vorgehen.
EPR für Textilien länderübergreifend im Fokus
Mit der ESPR-und den weiteren Neuerungen innerhalb der EU wird sich für 2026 und die weitere Zukunft einiges innerhalb der EU ändern. Gerade für internationale Händler ist es daher wichtig, informiert zu bleiben, denn nur so kann Compliance gesichert und Strafen wie ein Vertriebsverbot durch EPR-Verstöße vermieden werden. Wie stark unterscheiden sich die Pflichten also je nach EU-Land? Und ab wann greifen die Regelungen in den jeweiligen Ländern? Wir geben einen Überblick.

Die EPR-Richtlinie in Frankreich: ein Vorreiter als Beispiel
Frankreich hat im Jahr 2007 als erstes europäisches Land eine EPR für Textilien gesetzlich verankert. Die EPR-Richtlinie in Frankreich erlegt Unternehmen eine der folgenden zwei Pflichten auf:
- Die Einrichtung eines internen Programms zur Sammlung und zur EPR für Textilien. Dieses Programm muss von staatlichen Behörden akkreditiert werden.
- Die Zahlung eines Beitrags an Eco TLC zur Erfüllung der Ziele der Kreislaufwirtschaft.
Bei Eco TLC handelt es sich um ein gemeinnütziges Unternehmen zur EPR für Textilien und zum Recycling von Textilien, das von den staatlichen Behörden akkreditiert worden ist. Der Beitrag zur EPR für Textilien, den Unternehmen an Eco TLC zu entrichten haben, wird individuell auf Basis der in Verkehr gebrachten Produkte errechnet.
In der EPR-Richtlinie Frankreichs sind außerdem Förderungen für Unternehmen, die nachhaltig produzierte Textilien in Umlauf bringen, vorgesehen.
Deutschland kann sich die Anreize zur nachhaltigen Produktion, die die EPR für Textilien in Frankreich schafft, zum Vorbild nehmen. So wären beispielsweise finanzielle Förderungen der Kreislaufwirtschaft durch zu entrichtende Beiträge auch hier wünschenswert. Frankreich war somit ein Vorreiter für die neuen Regelungen und Richtlinien in Bezug auf die EPR für Textilien.
Was müssen Hersteller über das Textil-Recycling wissen?
Sollte mit der Neuerung im Zuge einer verbindlichen EPR für Textilien verspricht sich auch Deutschland einen Rückgang von Fast-Fashion und eine Entwicklung hin zu mehr Qualität und Umweltfreundlichkeit. Dies könnte wiederum das Konsumverhalten der Kunden mäßigen, die dann aufgrund der höheren Kaufpreise in geringeren Mengen Neuware kaufen würden.
Hersteller sind neben der Produktion von Textilien in höherer Qualität auch dazu verpflichtet, sich mit ihren Produkten zu registrieren.
Als Spezialist im Bereich der Umwelt Compliance werden wir Sie bei der Umsetzung aller Verpflichtungen und Gesetze rund um die EPR für Textilien und auch anderer Bereiche wie der EPR für Matratzen und beim Altreifen-Entsorgen unterstützen.
Unsere Dienstleistungen für Ihre Einhaltung der EPR für Textilien
Wir, die Deutsche Recycling GmbH, übernehmen diverse Leistungen für Sie und dies bei absoluter Rechtssicherheit. Wenn Sie als Händler, Spediteur oder Marktteilnehmer auftreten, welcher in der Produktionskette beteiligt ist, kommen Sie um das Thema Waste Management nicht herum. Gerade die EPR für Textilien ist aufgrund verschiedener nationaler sowie internationaler Vorschriften ungemein komplex. Damit Sie im Paragrafendschungel nicht den Überblick verlieren, bieten wir Ihnen ein ganzheitliches Waste Management, sodass Sie sich wieder voll und ganz auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.
Sie sind sich nicht sicher, welche spezifischen Anforderungen bei der EPR für Textilien für Sie gelten? Machen Sie noch heute den Compliance Check! Nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf, um sich auf den bevorstehenden Wandel angemessen vorzubereiten!
FAQ: EPR für Textilien
Müssen Etiketten oder Verpackungen angepasst werden?
Im Rahmen der EPR für Textilien können Kennzeichnungs- oder Informationspflichten entstehen. Diese betreffen unter anderem Hinweise zur Entsorgung oder zum Recycling der Textilien. Einheitliche EU-Vorgaben befinden sich teilweise noch im Aufbau. Unternehmen sollten sich frühzeitig auf mögliche Anpassungen vorbereiten.
Brauche ich lokale Bevollmächtigte für die EPR für Textilien?
In vielen Ländern ist ein lokaler Bevollmächtigter erforderlich, wenn das Unternehmen keinen Sitz im jeweiligen Staat hat. Dieser übernimmt die Kommunikation mit Behörden und Systemen zur Umsetzung der EPR für Textilien. Besonders bei länderübergreifendem Textil-Recycling ist dies häufig vorgeschrieben. Ob eine Bevollmächtigung notwendig ist, hängt vom nationalen Recht ab.
Wer gilt im Rahmen der EPR für Textilien als Hersteller?
Als Hersteller im Sinne der EPR gilt jedes Unternehmen, das Textilien erstmals in einem Land in Verkehr bringt. Dazu zählen auch Importeure, Onlinehändler und Markeninhaber. Entscheidend ist nicht der Produktionsort, sondern das erstmalige Bereitstellen auf dem jeweiligen Markt. Auch ausländische Unternehmen können damit der Rücknahmepflicht Textilien unterliegen.
Welche Unterschiede gibt es bei der EPR für Textilien innerhalb der EU?
Die Umsetzung der EPR für Textilien erfolgt aktuell nicht einheitlich in allen EU-Staaten. Länder wie Frankreich oder die Niederlande verfügen bereits über aktive Systeme, andere befinden sich noch in der Vorbereitung. Für Hersteller bedeutet das unterschiedliche Pflichten beim Textil-Recycling. Eine länderspezifische Prüfung ist daher unerlässlich. Zukünftig sollen diese Prozesse jedoch vereinheitlicht werden.
Welche Folgen drohen bei Verstößen gegen die EPR für Textilien?
Verstöße gegen die EPR können zu Bußgeldern, Vertriebsverboten oder dem Ausschluss von Marktplätzen führen. Auch Imageschäden sind möglich, insbesondere bei fehlender Rücknahmepflicht Textilien. Die Behörden setzen zunehmend auf Kontrolle und Nachverfolgbarkeit. Rechtskonforme Umsetzung gewinnt daher stark an Bedeutung.

